Dachrinnen-Vereisung bei Wintergärten und Terrassendächern


Gerade die letzten beiden Winter haben zeitweilig starkem Schneefall und Frost bei vielen Wintergärten zum Vereisen von Dachrinne und Fallrohrdeutlich geführt mit der Folge, dass Tauwasser in des Innere eingedrungen ist. In einigen wenigen Fällen wurde durch das Eis die Verglasung beschädigt. Die ständige Verbesserung der Wärmedämmung der Wintergarten-Profile und der Verglasung hat dieses Problem weiter verstärkt, denn die Transmissions-Wärmeverluste sind erfreulicherweise drastisch reduziert worden, was allerdings zur Folge hat, dass auch der Schnee auf den Dachflächen erst nach Tagen oder Wochen abtaut. Sind Rinne und Fallrohr einmal vereist, können die Folgen sowohl für die Dichtigkeit der Wintergarten-Konstruktion fatal sein. Ist eine kontrollierte Entwässerung nicht mehr möglich, drückt das Stauwasser nach innen.

Da die Blenden der Wintergartentraufen aus gestalterischen Gründen im Gegensatz zu Dachrinnen von  „normalen“ Bauten häufig an der Außenseite höher gezogen sind als an der Innenseite, wirken dies wie Schneefanggitter und hemmen das Abrutschen des Schnees. Setzt dann das erste Tauwetter ein, wird die Situation möglicherweise noch verschärft. Das in die Traufe und das Fallrohr nachlaufende Wasser gefriert erneut.

Die Freihaltung der Rinne und des Fallrohres von Eis und Schnee durch den Nutzer gewinnt deshalb zunehmende Bedeutung. Das kann natürlich manuell geschehen, aber wer klettert schon gern bei Frost auf seinen Wintergarten, um den Schnee wegzufegen. Wenn sich bereits Eis gebildet hat könnte die mechanische Entfernung außerdem zur Beschädigung der Rinnenoberfläche oder des Glases führen. Eine elegantere Methode ist dann schon die rechtzeitige Installation einer elektrischen Rinnenheizung. Auf diese in den letzten Jahren auf den Markt gekommene Erleichterung sollte kein Wintergatennutzer verzichten, insbesondere dann nicht, wenn die Rinne schwer zugänglich ist (Wintergarten auf hoch gelegenen Terrassen, innenliegende Rinne).

Selbstregelnde Heizbänder können nicht überhitzen oder durchbrennen, auch nicht bei Überlappung oder dann, wenn im Frühling vergessen wurde, diese auszuschalten. Der Widerstand dieser Heizung ist abhängig von der Umgebungstemperatur, so dass sich die Heizleistung dem gerade vorherrschenden Klima anpasst. Bei höheren Außentemperaturen sinkt der Strom fluss und damit die Heizleistung auf ein Minimum. Der Energieverbauch ist gering, wie übrigens auch die Anschaffungskosten. Sie dürften bei einem Wohn-Wintergarten nicht mehr als 1-2 Prozent des Gesamtpreises ausmachen.

Die Installation einer Rinnenheizung stellt im Regelfall kein Problem dar und ist auch nachträglich möglich. Das Heizband wird lose in Rinnen und Rohre verlegt. Die Bandlänge ist variabel wird entsprechend der örtlichen Gegebenheiten ermittelt. Das Heizband ist mit einer UV-beständigen Isolationsschicht ummantelt. Einmal verlegt, sorgen sie auf Dauer für einen kontrollierten Ablauf des Tauwassers und schützen sich damit vor unangenehmen Überraschungen.


Der nächste Winter kommt bestimmt.



Zuletzt geändert am 21.06.2011 um 18:13.

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