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Bodenplatte und Fundament von Wintergärten müssen die gleichen Anforderungen erfüllen, wie bei jedem anderen Anbau:
Für die Lastaufnahme und –verteilung auf den Boden reicht meist eine eine stahl-bewehrte Bodenplatte. Die Lasten des Wintergartens sind gegenüber anderen Bauwerken gering. Diese Bodenplatte muss so ausgeführt werden, dass sie die Lasten des Wintergartens, Wind-, Schnee- und Verkehrslasten aufnehmen kann (Statiker einbeziehen!). Die Bodenplatte ist mit einer Sperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit (z.B. Bitumen-Schweißbahn) zu versehen. Um zu vermeiden, dass Niederschlags- oder Tauwasser unter die Bodenplatte läuft und zu Frostaufbrüchen führt ist eine Frostschürze erforderlich. Wie diese zu gestalten ist hängt von den örtlichen Bedingungen ab (Unterkante Bodenplatte über OK Gelände, darunter oder gleich hoch), sowie von der Sickerfähigkeit des Bodens. Eine zuverlässige und für die Anbringung der Wärmedämmung einfache Lösung ist ein frostfrei gegründetes Streifenfundament. Gleichzeitig muss der Taupunkt aus den Randzonen des Wintergartens herausgehalten werden. Er muss auserhalb der Dampfsperre liegen. Dazu ist eine (Perimeter-) Dämmung der Bodenplatte in den Randbereichen einschliesslich Frostschürze erforderlicht. Für einen Wohn-Wintergarten fordert die Energie-Einsparverordnung 2009 (EnEV) einen Höchstwert für den Wärmedurchgangskoeffizienten von 0,3 W/m²K. Mit dem Aufbau des Fundaments entscheidet man bereits darüber, ob der spätere Wintergarten als Wohn-Wintergarten genutzt werden kann. Zwei Dinge sind besonders zu beachten: 1. Das Fundament wird oft in Eigenleistung oder von einem anderen Betrieb als der Wintergarten ausgeführt. Wichtig sind hierbei besonders konkrete detaillierte Planung, eindeutige Dokumentation, klare Kommunikation der Beteiligten und Kontrolle der Ausführung. 2. Oft soll der Wintergarten auf den vorhandenen Terrassenboden „gestellt“ werden. Dieser wird aber nur in den seltensten Fällen
aufweisen. Außerdem stört in der Regel das auf einer offenen Terrasse notwendige Gefälle im Wintergarten. Ein neues Fundament ist deshalb in der Regel unumgänglich. Gründliche Planung des Wintergarten-Fundamentes ist auch noch aus einem anderen Grund wichtig. Eventuell einzubringende Versorgungsleitungen z.B. für die Heizkörper müssen gleich mit dem Wintergarten geplant werden. Eine nachträgliche Aufrüstung wäre nur unter großem Aufwand zu realisieren. Bei Terrassendächern brauchen wir uns weniger Sorgen um Wärmedämmung, Kondenswasser und aufsteigende Feuchtigkeit zu machen. Dennoch müssen Eigenlasten, Schnee- und Windlasten sowie die Frosttiefe für das Fundament genauso beachtet werden.
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| Skizze einer möglichen Ausführung für Oberkante Rohbetonplatte über Oberkante Gelände: | |||
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